Fronleichnam

letzte Änderung:

07.06.2015|

Das Hochfest Fronleichnam wurde 1264 von Papst Urban IV. eingeführt. Es dient der Verehrung des Abendmahlwunders, also der "Gegenwart Jesu Christi in Brot und Wein".

Im Zentrum steht das "heilige Brot", die Hostie, die die Anwesenheit Christi symbolisiert.

Das Brot als Grundnahrungsmittel symbolisiert auch die Verbundenheit der Menschen mit der Natur und mit Gott.

Während der Fronleichnams-Prozession wird die Hostie in einer kunstvollen Monstranz durch den Ort getragen. Somit wird Jesus Christus von den Gläubigen zu den Menschen im Ort hinausgetragen.

Das Fronleichnamsfest feiern wir am Donnerstag, dem 26.5.2016.

Wir beginnen um 9.00 Uhr vor der Kirche.

Anschließend Frühschoppen und Grillen im Pfarrhof.

Fronleichnam = Gemeinsames Gehen (Prozession) und Beten um das Wohl für Menschen und Natur

Neue Wege für ein altes christliches Brauchtum

Geht hinaus und verkündet das Evangelium – „die Frohe Botschaft“, sagte Jesus zu seinen Apostel. Auch wir als Kirche, als seine Schwestern und Brüder müssen Zeugen der Frohen Botschaft, unseres Glaubens sein.

Dazu gehört, dass wir auf alle Menschen zugehen, so wie es Jesus uns vorgelebt hat. Wir dürfen uns nicht in der Kirche verkriechen, sondern müssen hinausgehen und alle Menschen in unserer Pfarre einbeziehen. Pater Josef Ritt geht hinaus in die Häuser und Wohnung, wenn er die Familien der Erstkommunionskinder und Firmkandidaten besucht, wenn er Taufgespräche führt, oder wenn er Menschen zu trösten versucht.

Fronleichnam ist ein Fest des Leibes und Blutes Christi, unseres auferstandenen Herrn. Das ist ein Fest, zu dem alle Menschen der Pfarrgemeinde eingeladen sind, im Besonderen auch die Kinder, die zur Erstkommunion gehen.

Sie sind die Menschen, die in Zukunft die Frohe Botschaft von Jesus Christus weiter geben sollen. Jesus hat seiner Kirche keine Grenzen gesetzt, seine Kirche ist universell und sein Auftrag an uns ist auch klar: Alle, die an ihn glauben, alle die einander lieben, alle die keine Vorurteile haben und bereit sind, sich zu ihm zu bekennen, gehören zu ihm.

Alle Menschen in der Pfarrgemeinde sind dazu eingeladen, auf den Ruf Jesu zu hören und am Fronleichnamsfest teilzunehmen.

Heinz Stocker
Stellv. Vorsitzender des PGR

Wissenswertes über Fronleichnam

Die Gegenwart von Jesus in der Gestalt von Brot und Wein steht im Mittelpunkt dieses Festes, das am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert wird.
Christus existiert nicht mehr in menschlicher Gestalt. Seine Gegenwart ereignet sich nun in Form von Brot und Wein. Heiliges Brot und heiliger Wein sind somit Zeichen der Gegenwart Christi.

Der Name "Fronleichnam" stammt von:

"fron" (=Herr), "hehr" (=Lebendiger) "lichnam" (=Leib).

Die Entstehung dieses Festes reicht ins Mittelalter zurück. Damals fand eine Veränderung in der Messfeier statt. Die heilige Messe wurde nun nicht mehr nur als Mahlfeier gesehen, sondern als anschauliche Darstellung der Leiden Christi verstanden. Verschiedene Riten nahmen an Bedeutung zu, z.B. das Erheben von Brot und Wein durch den Priester wurde als Hinweis auf die Abnahme des Leichnams Jesu vom Kreuz gedeutet. Tatsächlich kam es im Mittelalter zu einer Betonung der realen Gegenwart Christi in den Gestalten von Wein und Brot. Daraus entwickelten sich eigene Verehrungsformen für diese heiligen Gaben.

Der Schwerpunkt des Tages wird in feierlichen Gebeten und Gesängen zur Wandlung von Brot und Wein in der heiligen Messe ausgedrückt. Darüber hinaus ist es bei uns, wie auch in vielen Pfarrgemeinden üblich, eine Fronleichnamsprozession zu halten. Dabei wird das gewandelte Brot (Hostie) in einer Monstranz vom Priester getragen. Über Monstranz und Priester wird ein über Stäbe gespanntes, kunstvoll besticktes Tuch getragen, das den Himmel verkörpern soll. Die Gläubigen ziehen mit der Monstranz durch den Ort oder das Stadtviertel. Oft ist es üblich, Blüten von Pfingstrosen oder anderen Blumen während der Prozession auf die Straßen zu streuen.

Eine Sonderform der Fronleichnamsprozession stellt die Schiffsprozession dar. In diesem Fall, wird die Monstranz auf Seen oder Flüssen mitgeführt und vom Schiff aus eine Segnung vorgenommen. 

Gemeinsam ist beiden Formen, dass bei dieser Prozession um das Wohl von Menschen und Natur gebetet wird.